Tuesday, June 26, 2007

Ohne passende Überschrift

Am vergangenen Wochenende stand die zweite WeltCup-Runde auf dem Programm. Der kleine Ferienort Hovden war Austragungsort für die WeltCup Mitteldistanz und dem diesjährigen O-Festivalen. Karten folgen!

World Cup Runde 2

Am Donnerstag reiste ich zusammen mit Mats Richtung Hovden. Nach 7stündiger Reise gelangen wir im kleinen Örtchen Hovden an und begaben uns auch gleich zum Training.
Was für ein Gelände..!! Trockene Sümpfe, Büsche, kleine Birkenbäume, usw. Technisch wirklich sehr anspruchsvolles Gelände, jedoch zur gleichen Zeit auch sehr gute Belaufbarkeit. Ich hatte Lust auf MEHR!
Am Freitag Abend stand die Mitteldistanz auf dem Plan. Leider musste ich im B-Finale starten, da meine Leistungen in Finnland eine Woche zuvor einfach zu schlecht waren.
Um 18:35 begab ich mich ins Fjellgelände bei Bykle. Den ersten Posten ging ich relativ ruhig an und schon zum zweiten kamen die ersten Probleme. Ich wollte einfach nicht einsehen, dass man eine Lyslöype einfach nur mit gelb unterlegt auf der Karte. Insgesamt kostete mich jenes 20-30 Sekunden. Auf der Langstrecke versuchte ich ordentlich mich von Sumpf zu Sumpf zu lesen und verlor wohl eher läuferisch Zeit in dem relativ steilen Hang. Zum fünften Posten suchte ich zu erst zu hoch im Hang. Danach immer wieder kleinere Schlenker, die einige Sekunden kosteten. Auf dem Weg zum letzten Posten war ich möglicherweise zu sehr mit dem schnell Laufen beschäftigt ohne auf den Untergrund zu achten. Resultat: ich fiel in den Bach und brach meinen Kompass. JUHU!
Resultat: 5ter im B-Finale. Recht Zufrieden. Resultate WorldCup
Positiv: Direktqualifikation für das Mitteldistanz A-Finale bei O-Ringen --> Link
Negativ: Zu viele kleine Schlenker, die mich eine bessere Platzierung kosteten.


O-Festivalen "Langdistanz"

Am Samstag ging es dann auf die Langdistanz. Leider durfte ich mal wieder nur in der E2 starten. Zu wenig WRE und zu selten in Norwegen gelaufen. 11,7km standen an und ich startete recht agressiv ins Rennen, da ich testen wollte, wie lange ich das hohe Tempo nach meiner unfreiwilligen Trainingspause halten kann. Am zweiten Posten ließ ich glatt eine halbe Minute, da ich eine Felswand überlas. Die nächsten Posten ging ich relativ sicher an. Auf der Langstrecke zwischen 5 und 6 wählte ich nach Kompass zu laufen und versuchen Details mitzulesen. Gelang mir perfekt. Nach dem Erfolg zu 6 auch gleich ein kleiner Schlenker zu 7. Dann bis zur Strassenunterführung alles Bestens. Zu 14 ließ ich dann durch Unkonzentriertheit 20sek. liegen und zu 15 gleich ein grösser Fehler, wo ich mich einfach nur durch Gegnerkontakt beirren ließ. Von 15 dann auch gleich noch falsch zur Brücke gelaufen. Dieser knappe Kilometer von der Strassenunterführung bis zur Flussüberbrückung kostete mich zusammen 1:30min. Danach verlor ich nochmal eine Minute zum 20ten Posten und im Skihang im Endeffekt 1:30min läuferisch.
Resultat: 8ter Platz. Stabil, zufrieden. Resultate Langdistanz
Positiv: Keine Megagrossen Fehler. Tempo kommt langsam.
Negativ: Bergauf geht zur Zeit gar nix. Fehler durch schlechte Konzentration bei Gegnerkontakt.


O-Festivalen Staffel

Ich lief die zweite Strecke für das zweite Halden Team zusammen mit Öyvind H. (1), Petter T. (3), und Magnus Hov (4). Öyvind erwischte leider keinen guten Start, so dass ich mit einigen Minuten Rückstand in den Slalomhang ging. Die ersten Kilometer verliefen sehr gut, mit hohen Tempo, kaum Schlenkern und kontrolliertem Orientieren. Als es dann in den etwas steileren Hang ging, kamen doch ein zwei Schlenker, plus ich war ziemlich ängstlich um meine Knöchel. Ob sie die harte Belastung wirklich aushalten. Läuferisch fühlte ich mich deutlich stärker als die anderen beiden Tage und verlor eigentlich nur bergrunter Zeit. Petter erwischte einen Supertag und verlor keine Zeit auf die Spitze. Magnus hatte schwere Konkurrenten erwischt, konnte uns aber am Ende dann doch einen 14ten Platz sichern. Eine gelungene Aufholjagd nach einem verpatzten Start.
Resultat: 14te. Stabiler Lauf. Resultat Staffel
Positiv: 3ter Lauf ohne grosse Fehler. Läuferisch gut gefühlt.
Negativ: 2mal leicht umgeknickt. Meine Knöchel haben das Wochenende gerade so überstanden.


Weiter gehts...

Zur Zeit bin ich damit beschäftigt aus dem Låbyveien auszuziehen. Es ist erstaunlich wieviel Kleidung sich in den Jahren angesammelt hat. Am 10.Juli setze ich mich in den Flieger Richtung Deutschland. Danach steht O-Ringen auf dem Plan. Ab August werde ich dann höchstwahrscheinlich in Oslo anzutreffen sein...

Monday, June 18, 2007

Berg- und Talbahn fahren machte mir noch nie Spass

..Ich erinnere mich gerne zurück. Als Kind bin ich nur ein einziges Mal Berg- und Talbahn gefahren. Mir wurde schon in der ersten Minute übel, seit dem saß ich auch nie wieder in einer dieser Bahnen.
Im Leben jedoch, begegnet man dieser immer wieder. Vor einer Woche noch aus Deutschland mit Silber und Gold abgereist und schon im Anschluss beim Welt-Cup Auftakt, die Zeit im Kohlenkeller verbracht.
Die Qualifikation verlief schlecht. Keine Ausreden, nur die nackten Fakten: Fehler im Wald und läuferisch schlecht drauf zu sein, reicht vielleicht gerade so mal irgendwann fürs C-Finale. Nun gut, da es jenes nicht gab, startete ich am Nachmittag im B-Finale. Ich hatte auf einmal wieder ein gutess Gefühl im Körper. Läuferisch lief es deutlich besser, jedoch verließ mich die O-Technik. Zum zweiten Posten nahm ich die langsamere Route und stempelte dazu noch den Damen-Posten, was sich aber erst im Ziel heraus stellen sollte. Der erste Teil verlief jedoch gut, bis es in den Wald ging und ich den 10ten Posten leicht verzockte. Danach die Konzentration neu gesammelt, verlief der Rest des Sprints bis ins Ziel. Für die ersten 5 im B-Finale hätte es nicht gereicht, aber für einen kleinen Erfolg nach der verkorksten Quali schon...aber es sollte nicht sein. Die Trauerfahnen hingen hoch im deutschen Lager. Ein Satz ist zitierbar: "Man sind wir schlecht!"

Am Samstag Abend startete die diesjährige Jukola. Ich ging für ein zusammen gemixtes drittes Halden-Team an den Start. Mit Startnummer 1362 ging auf der ersten Strecke Jean-Baptiste Bourrin für uns an den Start. Mit einem wirklichen sehr guten Lauf, schickte er mich mit nur 5:21min als 69er in den Wald. Zum ersten Posten lag ich eher leicht hinter der Gruppe und lief auch erst den falschen Gabelposten an, konnte mich jedoch gleich einlesen und stempelte meinen Posten. Bis zum 9ten Posten lief alles im grünen Bereich, doch mit Sami (1.Halden Team) zusammen verzockten wir den Posten gleich richtig, weil ich die Karte einfach nicht verstand. Der Fehler kostete mich ca. 2min. Der nächste Fehler unterlief mir zum 14ten Posten, wo ich einfach blind in ein o-technisch schwieriges Gelände lief. Jedoch konnte ich mich hier auch wieder halbwegs gut einlesen, doch es kostete mich ebenfalls 2min. Wieder zusammengesammelt im Kopf verliefen die folgenden Posten richtig gut, bis ich auf der letzten Strecke einfach unkontrolliert lief. Zu schnell, zu wenig Kontrolle resultierten in wieder 2min Fehler. Insgesamt: 6min. Fehler.




Jedoch verwunderte mich der Fakt, dass ich Sami (1tes Halden Team) sehr oft im Wald sah. So lief ich in ein Blitzlichter-Meer von Fotografen an einem Posten und der auf mich wartende Staffelpartner war sehr erfreut als ich auf ihn wechselte. Zu meiner Überraschung hatte ich einige Plätze gut gemacht und ich hatte als Erster aus dem Halden-Lager gewechselt.
Unsere Staffel wurde dann von Junioren weitergeführt und wir landeten im Endeffekt auf dem 219ten Platz...von ja 1370 Staffeln.
Kalevan Rasti gewann die Jukola, meine Glückwünsche. Jedoch richtig imponiert war ich mal wieder von Haldens ersten Team. Sie schafften es tatsächlich auf den 2ten Platz zu laufen. Sauber Jungs!




Die Karte folgt nach, leider ist sie mir verloren gegangen.
Mit gemischten Gefühlen gehe ich aus diesen Tagen. Der WeltCup-Aufktakt, die Jukola-Etappe, die viel zu vielen Fehler dieses Wochenende...mal schauen was der WeltCup in Hovden bringen wird.


P.S.: Ich wäre jetzt lieber für nen drehenden Aussichtsturm, anstatt einer weiterfahrenden Berg- und Talbahn.

P.S.S: Karten vom WeltCup und der Jukola folgen.

Karte Jukola
Resultate Jukola und WeltCup
Meine Zwischenzeiten

Monday, June 11, 2007

Lichtblicke im Tunnel

Nachdem ich mich nach meinem letzten Beitrag in den Schwarzwald auf einen Familienurlaub begab, ist eine Menge passiert. Der Urlaub im Schwarzwald tat meinen Verletzungen und Erkrankungen richtig gut und ich konnte wieder ein paar Lauf-Kilometer sammeln.
Direkt nach dem Urlaub machte ich Station in Quedlinburg. Hier standen Arztbesuche und Wärmeanpassung im Vordergrund und ich fühlte mich ganz okay für das anstehende Wochende mit der deutschen Meisterschaft im Staffel- und Teamwettbewerb.
Am Samstag stand als erstes die Staffelmeisterschaft auf dem Programm, wo wir uns mit unserem Team bestehend aus: Alexander Lubina, Roman Schulte-Zurhausen und mir, eine Medaille als Ziel gesetzt hatten.




Roman startete relativ gut ins Rennen, doch die Hitze macht ihm am Ende des Rennens zu schaffen, so dass wir einen leichten Rückstand hatten. Ich denke jedoch, dass er gut mitgelaufen ist und mir auch eine sehr gute Ausgangsposition gab.
Zusammen mit Patrick Hofmeister ging ich in den Wald, fast wie letztes Jahr, jedoch sollte es dieses Jahr anders ausgehen. Gleich am Anfang der Strecke machte ich Druck, möglicherweise zu viel Druck, wie sich am Ende herausstellen sollte. Wir liefen ziemlich schnell Robert Dittmann auf, SSV Planeta Radebeul, und dann auf dem Weg zum 5ten Posten holten wir uns auch Bjarne Friedrichs, SV TU Ilmenau. Jedoch merkte ich, dass ich das Tempo von Patrick nicht mitlaufen konnte, so musste ich abreissen lassen und war mit Robert Dittmann zusammen im Wald. Mit ihm zusammen lief ich zu Rolf Breckle auf, Bielefelder TG, doch von Patrick und Bjarne war keine Spur mehr. Zum 11ten Posten machte ich dann einen Fehler der mich wichtige Sekunden kostete. Ich kontrollierte einfach nicht die Kompassrichtung und verlor den Überblick. So verlor ich auch den Kontakt mit Robert D. Auf dem Weg zum 12ten Posten kam dann auch wieder Rolf Breckle dazu und ich war mir ziemlich sicher, dass beide die kürzere Gabel hatten. Wenn ich mir jetzt im Nachhinein die Gabelposten anschaue, muss ich feststellen, dass es kein sehr grosser Unterschied war, jedoch diese Beiden eher Quer zu 12 sind, während ich viel Weg zu laufen hatte. Der Fehler war sicherlich ausschlaggebend für den doch relativ großen Zeitverlust. Die Schlussrunde verlief gut für mich, so dass ich an Alex als 4ter wechseln konnte. Meine läuferische Form war jedoch miserabel. Mir fehlt wohl nach den mehreren Wochen Pause einfach noch die Schnelligkeit
Alex lief eine sehr gute letzte Runde und profitierte auch von den Fehlern der Spitzenteams. Am Sichtposten lag er auf Sichtweise hinter Christian T. von Planeta Radebeul und ungefähr 20-30sek. vor Christoph H. von Bad Harzburg, auf Platz 3. Ich denke jeder Zuschauer konnte sehen warum Alex in der Leichtathletik zu Gange ist. Kaum ein anderer Läufer hatte, an diesem heissen Tag, solch einen schnellen Schritt über die Wiese, so dass er schon am direkten Posten nach dem Zuschauerposten Christian eingeholt hatte und für uns Silber nach Hause lief. Überraschungssieger wurden die Junioren vom SV TU Ilmenau und an dieser Stelle nochmal eine Gratulation an die Jungs. Der dritte Platz ging an den SSV Planeta Radebeul.
Dank Alex meine erste Staffelmedaille auf nationaler Ebene.

Am Sonntag standen die Mannschafts-Meisterschaften an. Leider auch die letzten Meisterschaften, da dieser Wettkampf nun als Bestenkämpfe weitergeführt wird. Zugegebener Maßen hatten wir uns nicht wirklich sonderlich vorbereitet. Die Taktik war: Alex die weiten Posten, Roman die laufbetonten kürzeren Posten und mir die technisch schweren Posten, möglichst ohne Wege. Wir liefen zusammen zum A-Posten und Roman und ich nahmen die ersten zwei Posten auf dem Weg zu B, wo Alex dann auf uns wartete und aufteilte. Bis zu Posten J war es meine Aufgabe mehr oder wenig die Pflichtstrecke zu laufen mit ein paar Posten die sich an der roten Linie befanden mitzunehmen, um dann am Ende die Ost-Route in Angriff zu nehmen. Ich ging von Anfang an ein viel ruhigeres Tempo als am Vortag und versuchte eher taktisch als auf Angriff zu laufen. Der einzige grössere Fehler unterlief mir am Posten 73, wo der Hochstand von zwei Wurzeln übermalt war, auf der Karte. Es lief sogar so kontrolliert gut, dass ich am Ende noch ein paar Kohlen hatte und nochmal das Tempo erhöhen konnte. Zu meiner Überraschung kam ich als Erster an den letzten Posten, stempelte...und musste warten...1min, 2min, 3min...und dachte, Mist..., jedoch kam in diesem Moment Alex aus dem dichteren Wald und stempelte, und kurze Sekunden dahinter Roman vom Weg daher. Wir liefen ins Ziel und führten. Für mich war es schon eine Überraschung. 64:55min war unsere Endzeit und sollte zum Sieg reichen. Schnellstes Team war der MTK Bad Harzburg, jedoch vergaßen sie einen Aufteilposten. Insgesamt lief es bei uns auch nicht optimal, jedoch kontrolliert und ohne grosse Ausfälle.
Mein erstes Gold in einem Team-Wettbewerb auf nationaler Ebene. Der zweite Platz ging an SV Turbine Neubrandenburg und der dritte Platz überraschender Weise an den TU Dresden.













Nun bin ich in Paderborn und fliege Mittwoch Morgen zusammen mit Patrick und Christoph Hofmeister nach Finnland zum WeltCup, richtig fit bin ich noch nicht, aber ich werde versuchen mein Bestes zu geben.